Mittwoch, 10. November 2010

FARO und zurück in Deutschland

Wir sind mittlerweile seit über einem Monat zurück in Deutschland! Da wir zunächst einmal zurück ins "normale" Leben finden wollten und Bekannten & Verwandten unzählige Male von der Tour erzählen mussten (und natürlich auch wollten), kam der Blog etwas zu kurz. Die Zeitungen werden in Kürze nochmals von uns berichten. Daher wollen wir uns an dieser Stelle nochmals zu Wort melden.

Nachdem der Weg nach Gibraltar von einigen Platten und anderen Radpannen geprägt war, hatten wir auf den letzten Kilometern nach Faro weniger Probleme. Die Strecke von Gibraltar nach Faro wollten wir ursprünglich als eine Art Kür sehen, doch wir entschlossen uns, lieber eine Teilstrecke (Gibraltar nach Huelva) mit dem Bus zu fahren, um in Faro noch ein bisschen Zeit zum Relaxen zu haben.

Von Huelva aus fuhren wir wieder mit dem Rad. Kurz vor der Grenze zu Portugal fanden wir den wohl schönsten Strand der gesamten Tour: In der Nähe von Isla Cristina! Hier entspannten wir und genossen das Wetter sowie das Meer ein paar Tage. Endlich hatten wir einen Ort gefunden, an dem nur wenige Touristen anzutreffen waren, ließen die Seele mal ein wenig baumeln und resümierten die Tour noch einmal. Wahnsinn, wie viele Erinnerungen man doch an diese lange Reise hat!

Anschließend überquerten wir die letzte Grenze unserer Tour nach Portugal. Der Weg nach Faro war nicht mehr weit und auch ohne größere Hindernisse. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch noch bei einem schweiz-norwegischem Ehepaar, das uns in ihr Haus in Tavira (Portugal) eingeladen hatte. Hier konnten wir eine Nacht bleiben und nach so vielen Wochen endlich mal wieder in Betten schlafen. Vielen, vielen Dank für diese Möglichkeit und die Gastfreundschaft!


Faro erreichten wir dann am 64. Tag und blieben dort bis zum Tag des Abflugs am Strand. Eine Nacht verbrachten wir noch im Flughafen, da es draußen etwas zu kalt wurde.

Jetzt sind wir also zurück in Deutschland! Nachdem wir unsere Räder zunächst einmal unberührt in unseren Garagen stehenließen und ein wenig radfahrmüde waren, würden wir am liebsten sofort wieder auf die Sättel steigen und das nächste Abenteuer beginnen. Doch natürlich hat uns das tägliche Leben mit Studium und Alltagssorgen schon wieder, sodass wir uns noch etwas gedulden müssen. Aber die nächste Reise folgt bestimmt!

Es ist schwer, einen abschließenden Satz zu formulieren. Klar ist aber, dass wir etwas für uns persönlich sehr, sehr Großes geschafft haben! Wir haben ein Vorhaben in die Tat umgesetzt, von dem wir vorher nicht wissen konnte, ob wir es tatsächlich realisieren können würden und haben dabei 4650 Kilometer mit dem Fahrrad bewältigt. Es dürfte nicht wenige geben, die gar nicht gewusst haben, dass so etwas möglich ist. Wir sind unzählige Male an unsere Grenzen und darüber hinaus gegangen, um den einen oder anderen Anstieg zu meistern und den nächsten Ort zu erreichen. Neben den sportlichen Erfahrungen sind wir tollen Menschen begegnet, haben wunderschöne Gegenden gesehen und werden wohl ein Leben lang auf diese Reise zurückblicken!

1 Kommentar:

  1. well done!

    davon werdet ihr wirklich lange etwas haben, bringt mehr als jede vorlesung ;)

    bis dann, malte

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